YouNow – Sexfalle oder Selbstverwirklichung für Jugendliche?

Screenshot YouNow, Quelle: younow.com
Screenshot YouNow, Quelle: younow.com

Ist YouNow wie Youtube, nur live? Ein Livestream Portal macht derzeit von sich reden. Bevorzugt von Jugendlichen genutzt, bietet YouNow die Möglichkeit, sich und sein Leben live in Bild und Ton um die Welt zu schicken. Gleichzeitig haben die Zuschauer die Möglichkeit, über einen Chat mit dem Broadcaster zu kommunizieren. Doch YouNow birgt eine Reihe von Gefahren, sowohl für den Livestreamer als auch für den Zuschauer!
Die Mehrzahl der YouNower ist zwischen 15 und 25 Jahren alt, wobei die Altersuntergrenze offiziell bei 13 Jahren liegt. Um selbst zum Livestreamer zu werden, ist eine Registrierung erforderlich. Als Zuschauer reicht allerdings schon ein Account bei Facebook, Twitter oder GooglePlus, mit dem man sich einloggt.

Welche Gefahren birgt YouNow?

Für den Livestreamer selbst lauern gleich mehrere Fallen, in die er tappen kann. Sicherlich wird sich ein Broadcaster über seine Zuschauer und Fans messen, deren Schar sich während der Sendezeit aufbaut – oder auch nicht. Wie bei anderen Social Media Portalen auch, kann der User ein Profil liken oder in seine „Freundesliste“ aufnehmen. So kann es durchaus vorkommen, dass manche Jugendliche über mehrere Stunden hinweg senden. Und, je verrückter der Livestream, desto mehr Fans und Likes wird man bekommen.

Dies verleitet vielleicht den Einen oder Anderen dazu, spontan unüberlegte Handlungen zu begehen. Bei heranwachsenden Frauen besteht sicherlich die Gefahr, dass sie sich allzu freizügig zeigen. Gerade diese werden mit anzüglichen Kommentaren überschwemmt und dazu ermuntert, oder besser gesagt genötigt, sich zu entkleiden oder gar schlimmer. Aber auch der Konsum von Drogen oder Alkohol kann während des Livestreams zum Verhängnis werden.

YouNow-Stream als Beweismaterial!

Was viele vielleicht nicht wissen, die letzten Streams werden von YouNow gespeichert und können sogar auch als Beweismaterial vor Gericht Verwendung finden. Vorsicht ist auch geboten, wenn über YouNow Musik verbreitet wird. Hier, aber auch in anderen Dingen, gilt es, die Urheberrechte und natürlich die Persönlichkeitsrechte anderer zu beachten und zu bewahren!

Auch die Zuschauer können straffällig werden!

Zuschauer laufen ebenfalls Gefahr, gegen geltende Rechte zu verstoßen. Fordert ein Erwachsener beispielsweise Jugendliche auf, Alkohol zu trinken oder gar Drogen zu konsumieren, macht er sich strafbar. Ebenso verhält es sich, wenn ein erwachsener Mann ein Mädchen auffordert, sich zu entkleiden. Denn, die Aufforderung Minderjähriger zu sexuellen Handlungen ist nach wie vor verboten und kann strafrechtlich verfolgt werden!

Eltern sollten ein offenes Gespräch mit ihren Kindern suchen

Eltern sollten die Jugendlichen auf die Gefahren hinweisen. Die Heranwachsenden sollten dringend angehalten werden, nicht zu viel von sich preis zu geben. Zu oft kommt es vor, dass die Livestreamer während der Übertragung nicht nur ihr Alter und andere persönliche Daten nennen. Sie geben sogar freimütig ihre Handynummer, Wohnort, ihre Schule und vieles mehr bekannt. Hierzu verleitet vielleicht das Gefühl, dass alles ja nur live ist und sofort verloren geht. Tatsache ist jedoch, dass die Streams abgespeichert werden und somit alles nochmals abrufbar ist.

Ein weiterer wichtiger Punkt in einem solchen Gespräch mit den Kindern sollte sein, auf die Gefahren beim Streamen von Musik hinzuweisen. Hierbei handelt es sich um eine unerlaubte Verbreitung, die zu einer Abmahnungen führen kann. Wenig Verständnis bringen auch Lehrer auf, deren Unterricht ebenfalls live über YouNow gestreamt wird.

YouNow kann Spaß machen

Wenn man also einige Dinge beachtet und über ein gewisses Selbstvertrauen verfügt kann YouNow eine tolle Sache sein und viel Spaß machen. Probiert es ruhig mal aus. Wenn ihr euch nicht zu unüberlegten Dingen verleiten lasst, müsst ihr auch nichts bereuen. Nicht umsonst haben manche YouNower mehrere hundert Zuschauer und streamen über mehrere Stunden. Irgendetwas muss es den Beteiligten schließlich bringen.

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